Fioravanti

In den Bildern von Fioravanti herrscht pure Anarchie. Der deutsch-italienische Maler provoziert mit (Anti-)Kitsch-Welten; seine Bilder leben von plakativen sexuellen Anspielungen und einer Drastik, die Unbehagen (aber auch Neugier) hervorruft. Aber um bloße Provokation geht es der Kunst von Fioravanti nicht.

Der Künstler wolle vielmehr auf Scheinheiligkeit aufmerksam machen und den Betrachter emotional aufwühlen. Um die Gesellschaft zu kritisieren, male er schlichtweg das Gegenteil von dem, was er sieht, so Fioravanti. Mit seinen Bildern schafft er ein Universum, in dem „die schönsten Welten, die schlimmsten Alpträume, die verborgensten Gedanken...[entstehen] und die unerwünschten Wahrheiten, die man hasst oder liebt“.  


Fioravanti gibt seinen Werken selbst keine Titel und überlasst die Deutung der Bilder voll und ganz dem Betrachter. Die Inspiration für seine Werke zieht der Künstler aus Alltagsbeobachtungen, die er  zu Extremen überhöht und in künstlichen (Anti-)Kitsch verwandelt.